Für den SV Weiersbach war es das vorerst letzte „echte“ Derby in der Bezirksliga. So richtig gefallen haben dürfte es freilich den Wenigsten. „Nix Besonderes", gab beispielsweise der Zweite Vorsitzende der VfR Dieter Heinz der Nahe-Zeitung lapidar zu Protokoll. Und damit hatte er nicht ganz Unrecht. Zu wenig geschah in den 90 Minuten auf dem Kunstrasenplatz im Brühlstadion, das einer besonderen Erwähnung bedurft hätte.
Die seit der Winterpause von Jörg Marcinkowski und Oliver Koerdt (als Co) trainierten Baumholderer gaben von Beginn an den Ton an. Allerdings dauert es 32 Minuten, bis Lukas Decker zum 1:0 traf. Und das nicht einmal regulär: Der Ball hatte nämlich bereits die Torauslinie überschritten, bevor der entscheidende Passgeber ihn zurück ins Spiel beförderte. Dies blieb vom Schiedsrichter zum Pech für die Schweden jedoch unbemerkt. Die Gastgeber schoben danach den Regler weiter nach oben, doch etwas Zählbares sprang dabei nicht heraus. Für leichte Störgeräusche sorgte schließlich Christopher Maul. Der wurde in der 41. Minute vom VfR-Torwächter Michael Szymura im Strafraum zwar strafstoßwürdig zu Fall gebracht, alleine den Schiedsrichter interessierte dies erneut herzlich wenig; er entscheid lieber auf „Ball gespielt“.
Nach der Pause machte Baumholder weiter Druck und erzielte in Person des pfeilschnellen Karsten Bühl in der 55. Minute das 2:0. Der 2:1-Anschlusstreffer durch Kapitän Maul (Vorarbeit Andreas Müller) gelang den Weiersbachern erst in der 88. Minute, sodass die Aufholjagd letztlich nur von kurzer Dauer war. Für den SVW, der der Musik mehr oder weniger bereits die ganze Saison hinterherlief, ist das Kapitel Bezirksliga damit auch rechnerisch beendet.